Sturmtief Friderike 28.Januar 2018

 

 

 

 

 

Tiefentwicklung:

 

Am 16.01.2018 entwickelte sich das Tiefdruckgebiet Friederike an der US-Ostküste. Aufgrund des kräftigen Jet-Streams wurde das Tief nach Mitteleuropa geführt und verstärkte sich in der Nacht vom 17.01. zum 18.01. über den britischen Inseln. Am Morgen des 18.01. lag der Tiefkern mit 978 hPa über der Nordsee und hatte sich in kurzer Zeit massiv verstärkt. Es deutete sich eine Tiefentwicklung zu einem Shapiro-Keyers-Zyklon an, da keine ausgeprägte Kaltfront an dem Tiefdrucksystem vorhanden war. Dabei stiegt die große Gefahr einer Sting-Jet-Entwicklung deutlich.

 

Bei einer Sting-Jet-Entwicklung eines Shapiro-Keyers-Zyklon dreht sich die Warmfront direkt in den Tiefkern hinein und die Kaltfront kann die vorlaufende Warmfront, so wie bei den häufigen norwegischen Zyklonen, nicht „einholen“. Die um den Tiefkern gedrehte Warmfront dringt im weiteren Verlauf in den Bereich des Dryslots hinter der Kaltfront ein. In dieser trockenen Luft verdunstet der Niederschlag und dabei fängt die Warmluft an, sich abzukühlen. Somit sinkt die sich abkühlende Luft nach unten und nimmt Teile des Höhenwindes mit. In diesem Trogbereich südlich vom Tiefkern entsteht zwischen Warm-und Kaltfront der sogenannte Sting-Jet. In diesem verhältnismäßig kleinem Gebiet treten die stärksten Windböen auf und können enorme Schäden verursachen.

 

In den frühen Mittagsstunden erreichte das Hauptsturmfeld von Orkantief Friederike den Westen Deutschlands. Verbreitet traten dort schwere Sturmböen bis orkanartigen Böen bis zu 120 Km/h auf. Vereinzelt gab es auch Orkanböen von mehr als 130 Km/h und schon dort richtete der Orkan immense Schäden an. Auf dem weiterem Verlauf verstärkte sich der Sting-Jet noch. Erst am Abend wurde Sachsen vom Sturmfeld erreicht. Aber auch hier gab es verbreitet Böen von mehr als 110 Km/h und die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

 

Schäden und Auswirkungen des Sturmes:

 

Orkantief Friederike verursachte in den Waldbeständen schwere Schäden. Das Erzgebirge kam bei dem Sturm noch halbwegs glimpflich davon, weil das Hauptsturmfeld etwas nördlicher am Erzgebirge vorbeizog. Aber ganz anders sah es nördlich vom Erzgebirge aus, dort war das Schadensausmaß viel höher als bei Orkantief Herwart. Besonders schlimm hat es den Leipziger Raum getroffen. Im Forstbezirk Leipzig fielen nach dem Orkan Friederike fast 400.000 fm Schadholz an. Insgesamt verursachte das Orkantief in Sachsen fast 1,7 Millionen Festmeter Schadholz, die nach dem Orkantief Herwart neu hinzu kamen.

Quelle: uwz.de


Quelle: ww.kachelmannwetter.de



 

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